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29.07.2021

Malmö

Unser zentrumsnaher Liegeplatz entpuppte sich in den jeweiligen frühen Abendstunden zu einem Hotspot für Poser. Der ca. 250 Meter entfernte Parkplatz war anscheinend täglicher Treffpunkt von PS starken US- Boliden. Und natürlich sollte auch jeder im Umkreis zu hören bekommen, was sich da unter den Motorhauben verbarg. Scheinbar ungedämpft dröhnten die V8 -Motoren durch die Abenddämmerung. Dabei wurde das Gaspedal bis aufs Bodenbrett durchgetreten und mächtig Gummi auf dem Asphalt gelassen. Mal ist das ja ganz lustig, aber spätestens nach 30 min. ist die Toleranzgrenze überschritten. Das Getöse nervte einfach nur noch und verdarb einem die gute Laune und sorgt für mächtig Puls.

Apropos gute Laune: Eigentlich wollten wir nur ein paar gebunkerte Bierdosen aus der Bilge hervorholen um diese in den Kühlschrank umzuquartieren. Was wir dann unter den Bodenbrettern zu sehen bekamen, versetzte mich im ersten Moment in eine Schockstarre. Die Dosen schwammen im Wasser !!! Bis dato war unsere Bilge immer staubtrocken und jetzt schwappten ca. 20 Liter Wasser zwischen den Querspanten der verstärkten Bodengruppe unserer Ratzfatz. Gottseidank bestätigte sich der erste Gedanke, ein Leck an den Kielbolzen zu haben, nicht! Die Brühe schmeckte irgendwie nicht nach salzigem Ostseewasser! Nachdem wir alles ausgeräumt und wieder trockengelegt hatten, begannen wir mit der Ursachensuche. Wassertank dicht – ok, Wasserleitungen zu den Zapfstellen dicht-ok, Wasserarmaturen dicht- ok, Schmutzwasserleitungen und deren Seeventile dicht – ok! An Deck gibt es reichlich aufgeschraubte Beschläge oder auch die Luken durch welche Wasser einen Weg ins Innere finden könnte. Wir haben fast das gesamte Boot ausgeräumt, hinter jedem Schapp und hinter jeder zugänglichen Verkleidung geguckt, aber kein Indiz für einen Wassereinbruch finden können. Da stellt sich auch die Frage: Wie kann Süßwasser in die eigentlich abgeschlossen Sektion der kieltragenden Bodengruppe gelangen? Wir wissen es zum aktuellen Zeitpunkt nicht und beobachten die Situation in den kommenden Tagen mit Argusaugen. Von Malmö selbst haben wir bis dato außer einen COOP Lebensmittel Geschäft noch nichts gesehen. Glauben wir der Wetterprognose für die kommenden Tage gibt es für uns noch reichlich Gelegenheit Malmö zu erkunden. ;-(

… Wasser in der Bilge, verheißt nichts Gutes 🙁

… Mist!

… eine Vermutung ist, dass (noch vom Voreigner) über lange Zeit Wasser im Schlauch zwischen der Bilgepumpe und den Bordauslaß stand und das Rückschlagventil jetzt nicht mehr Dicht gehalten hat???

…. alles trocken, nirgendwo sind frische Wasserspuren zu finden!

….hier war auch nix 🙁

28.07.2021

Rödvig – Malmö

Noch einmal umdrehen und ins Kissen kuscheln, so der erste Gedanke. Draußen ist es noch nicht hell und Regentropfen prasseln ununterbrochen aufs Deck, Mistwetter ! Wollten wir heute nicht aufbrechen?! Morgens um fünf bei Regen ins Ölzeug schälen oder noch mal umdrehen und in Rödvig bleiben, diese beiden Möglichkeiten stehen nun zur Auswahl. Aber wenn wir heute den Absprung nicht schaffen, hängen wir aufgrund der vorhergesagten Starkwindwarnung noch wenigstens zwei oder auch drei weitere Tage hier fest. Und wenn, wohin soll’s überhaupt gehen….? Südküste Schweden nach Ystad oder den Öresund hoch nach Malmö? Fragezeichen über Fragezeichen kreisen durch meinen schlaftrunkenen Kopf! Was soll’s, wir fahren jetzt ins etwa 34 Seemeilen entfernte Malmö. Da waren wir noch nicht. Also Ulli aufstehen, es geht los. In der Hoffnung, dass die Regenfront gleich durch ist, wird es wohl nicht so feucht werden. Keine 30 Minuten später tuckert bereits der Diesel und wir verlassen Rödvig. Nur wo bleibt der versprochene Südwest mit 3 Windstärken? Der schläft wahrscheinlich noch und steht etwas später auf. Wie sich später heraus stellte, hatte Rasmus heute komplett verpennt und meldete sich erst nachdem Malmö bereits in Sichtweite vor uns lag.

… wo steckt denn bloß die Regenkaputze

… die Regenfront ist durch und die Ostsee spiegelglatt

… dicke Pötte kreuzen unseren Weg

… die Öresundbrücke liegt vor uns

… und kurz danach liegt auf der Steuerbordseite das Wahrzeichen von Malmö, der 190 m hohe Turning Torso

…Einfahrt in die Dockan Marina im Centrum von Malmö

…Liegeplatz mit Aussicht

Ahoi von der Ratzfatz

26.07-27.07.2021

Rödvig

früh um 05:30 klingelt uns der Wecker aus dem Bett. Wir wollen heute weiter nach Rödvig. Da heißt es, am besten noch vor Mittag ankommen um noch einen halbwegs vernünftigen Liegeplatz zu ergattern. Die Jahre zuvor war es schon immer sehr voll, aber dieses Jahr geht in den meisten Häfen so gut wie gar nix mehr. Wer ab 15:00 einläuft muss notgedrungen in zweiter oder dritter Reihe im Päckchen liegen. Wer das nicht möchte muss halt entsprechend früh aus den Federn. Die Fahrt nach Rödvig musste die meiste Strecke unter Motor zurückgelegt werden, bei schwachen achterlichen Wind war an segeln nicht zu denken. In Rödvig angekommen, stellt sich auch gleich die Frage, wohin als nächstes. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage verspricht nichts Gutes. Sturm mit 8Bft bis 9Bft stehen bevor, da heißt es einen alternativen sicheren Hafen zu finden oder hier zu bleiben. Auch muss jetzt die Entscheidung für den weiteren Reiseverlauf fallen, entweder die Südküste Schwedens ansteuern und dann weiter in den Kalmarsund oder durch den Öresund und entlang der schwedischen Westküste oder wir queren direkt nach dem Öresund das Kattegat in Richtung Jütland ? Wir wissen es noch nicht???

…noch haben wir freie Auswahl !!!

…da braut sich etwas zusammen

….jetzt haben wir den Salat!

…abends war dann die Welt wieder in Ordnung 🙂

Ahoi von der Ratzfatz

23.07.2021

Im ZickZack über die Ostsee! Von Burgtiefe über Kühlungsborn nach Gedser und weiter nach Klintholm ergibt eigentlich keinen Sinn. Warum wir nicht direkt von Fehmarn nach Gedser rüber gemacht haben, fragen wir uns aktuell selber!? Egal, jede im Kielwasser zurück gelassene Seemeile ist bei uns positiv besetzt!

Ahoi von der Ratzfatz

21.07.2021

So, endlich im langersehnten Urlaub!

Wir sind nun den dritten Tag unterwegs und haben es gerade einmal bis Kühlungsborn geschafft. Eigentlich wollten wir schon in Ystad zumindest aber in Klintholm sein. Trotz Plan sind wir aktuell noch etwas planlos und es fehlt uns an Zielstrebigkeit. Vielmehr lassen wir die Zeit an uns vorbei treiben und  chillen entspannt durch den Tag. Von daher gibt es auch noch nicht viel zu berichten. Aber morgen soll das Lotterleben ein Ende haben und es geht rüber nach  Dänemark. Entweder geht’s nach Gedser oder wir ziehen gleich durch bis Klintholm. Wahrscheinlicher ist allerdings Gedser. Schließlich haben wir Urlaub und sind ja nicht auf der Flucht!

…auf geht`s
…nach Kühlungsborn

06.06.2021

Wir sind nun schon gute 8 Wochen im Wasser und haben bis jetzt gerade einmal 180 Seemeilen geschafft. Zum einen spielte das Wetter nicht immer so mit und zum anderen lag es an den Einschränkungen welche uns das Corona Virus auferlegt hat. Mal eben rüber nach DK war nicht möglich und auch die Marinas östlich von Fehmarn blieben uns verwehrt.

Unser erster Törn beschränkte sich somit auf ein paar Seemeilen vor Fehmarn um die neuen Instrumente zu checken. (Gelb)

Vor zwei Wochen haben wir uns dann trotz Einreiseverbot nach Meckpomm gewagt und sind Kühlungsborn angelaufen. (Grün )

Chefin Check

Auf geht’s nach Kühlungsborn

Relaxen am Strand von Kühlungsborn

Bei einem leckeren Tröpfchen …

…genießen wir den Sonnenuntergang!

Auf den Rückweg nach Fehmarn hatten wir einen blinden Passagier an Bord

… und wo einer ist, gesellt sich schnell ein zweiter hinzu!

Am 05.Juni 2021 ging es dann nach Neustadt in Holstein und wir freuten uns schon auf eine Besuch beim Italiener oder im Brauhaus. Bei achterlichen Wind ging es dann mit 7 bis 8 Knoten Fahrt flott voran, sodass wir bereits gegen 13:30 in den Stadthafen von Neustadt iH. eingelaufen sind. Bei der Suche nach einem Liegeplatz folgte dann die Ernüchterung, es war Rappelvoll und auf Päckchen liegen hatten wir keine Lust. Der Versuch um die Ecke in der Ancora noch einen Liegeplatz zu ergattern erwies sich ebenfalls als eine Wunschvorstellung. Nach eineinhalbstündiger Liegeplatzsuche haben wir uns dann enttäuscht dazu entschieden den Weg zurück nach Fehmarn auf uns zu nehmen. Mit langen Kreuzschlägen ging es von Neustadt bis hoch nach Dahme bei 5 bft. gegen an um dann direkt Kurs Fehmarn anlegen zu können. Nach 13,5 Std. und ca. 80 Seemeilen waren wir schließlich gegen 23:00 wieder in Burgtiefe fest und haben uns nur noch in die Koje gehauen.

Hoch am Wind ging es dann zurück

Ahoi von der Ratzfatz

Ulli & Ralf

Saisonstart 2021

Schauen wir mal was die Saison bringt?

Unseren eigentlicher Plan von Mitte Mai bis Ende August über Dänemark, Schweden, Norwegen nach Schottland zu segeln haben wir aufgrund der Corona Situation und den verschärften Einreisebestimmungen verworfen. Aktuell geht bis auf Schweden nix. Unabhängig davon haben wir mittlerweile unsere Erstimpfung erhalten und werden Ende Juni die zweite Dosis Astra bekommen. Aktuell planen wir ab Anfang Juli eine 6-8 wöchigen Törn mit noch unbekannten Ziel.

Ahoi von der Ratzfatz

Ulli & Ralf

23.12.2020

Leider waren in diesem Jahr nur ein paar ein paar Kurztrips mit der Ratzfatz drin. Der übliche mehrwöchige Sommertörn musste beruflich bedingt ausfallen. Unabhängig davon haben wir versucht die wenige freie Zeit mit der Ratzfatz auf dem Wasser zu verbringen.

07.08.2019

Kühlungsborn – Burgtiefe / Fehmarn

Die letzten 30 Seemeilen unserer Urlaubstörns liegen hinter uns zu und wir sind heute wieder in Burgtiefe eingelaufen. Das Wetter hat es noch einmal richtig gut mit uns gemeint , sodass wir mal wieder flott unterwegs waren. Zusammenfassend haben wir in den letzten 26 Tagen 600 Seemeilen im Kielwasser gelassen. Mangels Wind haben wir davon ca. 280 Seemeilen unter Motor abgezuckelt und 13 Häfen besucht. Unser Wetterfazit = 1 Regentag , 1 Starkwindtag der uns im Hafen festgehalten hat und 24 Sonnentage 🙂

… wir verlassen Kühlungsborn

und es geht gleich flott voran

… um 30 Meilen und 4,5 Stunden später in Burgtiefe fest zu machen

… unser Reiseverlauf

Ahoi von der Ratzfatz Ulli & Ralf