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10.09.2021

Ist denn schon Weihnachten ?

Weihnachten im September, gibt’s das? Ja und zwar bei uns! Wir durften unser Weihnachtsgeschenk schon heute abholen und auspacken 🙂

…was mögen Sie wohl geladen haben?

…taterataaaaa

Ein nigelnagelneuer Jockel für unsere Ratzfatz! Wir haben lange nach einem neuen Volvo-Penta D2-40 gesucht! Die 29 PS des jetzigen Motors waren uns von Anfang an für ein Boot mit einer Verdrängung von ca. 10.000kg einfach zu wenig. Eigentlich war diese Maßnahme schon direkt nach dem Kauf der Ratzfatz geplant, aber alle bisherigen Unternehmungen an einen D2-40 als Neumotor zu kommen, waren bis dato gescheitert. Volvo-Penta hatte ungefähr zeitgleich mit dem Kauf unserer Ratzfatz die 40er Serie eingestellt und nicht mehr angeboten. Der Markt war wie leergefegt und alle von mir angefragten Volvo-Penta Händler konnten uns nicht helfen. Einer glücklichen Fügung war es schließlich zu verdanken, dass wir jetzt doch noch einen der aller, aller letzten Motore ergattern konnten. Andere Motor-Alternativen kamen für uns auch nicht in Frage. Der Umbau wäre dann doch deutlich aufwendiger und somit auch noch teurer geworden. Das Upgrade auf den D2-40 ist demgegenüber quasi eine plug & play Aktion. Es müssen lediglich die beiden vorderen Motorfüße um ca.80 mm auf dem Motorfundament vorrücken und das war es auch schon. Alles andere ist baugleich und es muss nichts weiter um gefriemelt werden.

…da ist das gute Stück

… und bis zum Einbau darf er mit zu uns ins Wohnzimmer 🙂

…ein neuer Saildrive inkl. Zubehör ist auch dabei

…und jede Menge Tüdelkram gehört auch dazu

… wie die Instrumentierung

…Kabelbäume usw.

Das wird ein Fest!

Ahoi von der Ratzfatz

08.09.2021

Burgtiefe ( Fehmarn)

Der Urlaub neigt sich so langsam dem Ende zu und wir sind wieder in unserem Heimathafen auf Fehmarn angekommen. Auf den Weg von Neustadt i.H. hierher mussten wir noch einen eintägigen Stopp in Grömitz einlegen. Wir hatten nämlich vor drei Tagen vergessen, dem Hafenmeister die Pfandschlüssel für die Sanitäranlagen in Grömitz zurück zu geben. Also Grund genug für uns noch einmal Grömitz anzulaufen bevor es dann am Montag den 06.08 endgültig zurück nach Burgtiefe ging. Gestern und heute haben wir damit verbracht klar Schiff zu machen und bei herrlichsten Sommerwetter zu relaxen, uns im Wasser abzukühlen. Die letzten sieben Wochen vergingen wie im Flug und aus unserem Vorhaben die Ostküste Schwedens hoch zu segeln ist ja aufgrund der Wetterbedingungen und den daraus resultierenden viel zu vielen Tagen, welche wir in Häfen abgewettert haben, nichts geworden. In Summe haben wir ca. 700 Seemeilen in 20 Tagen auf See abgeritten und 33 Tage in irgendwelchen Häfen verbracht, wovon 21 Tage den widrigen Wetterbedingungen geschuldet waren. Also nichts, womit man prahlen könnte. Unabhängig davon, hatten wir eine Super Zeit und einmal mehr viel erlebt. Wir werden es also noch einmal angehen, dann aber nicht die Ostküste Schwedens sondern unsere ursprüngliche Idee Norwegen und dann vielleicht über England zurück, verfolgen. Dafür werden wir uns dann jedoch deutlich mehr Zeit nehmen und einen ganzen Sommer unterwegs sein wollen, so unser Plan. Allerdings wird die Umsetzung erst mit dem geplanten Ausstieg aus dem Berufsleben im Frühjahr 2023 umzusetzen sein.

…Reisetrophäen

…Ulli’s neuer Sonnenschutz

…und ihre ersten Paddelübungen auf den SUP

…ab ins kühlende Nass

Ahoi von der Ratzfatz

03.09.2021

Neustadt i.H.

Das mit Grömitz hat ja gestern bereits geklappt. Wir haben gegen Mittag noch einen der wenigen freien Plätze erhascht und den Nachmittag ruhig ausklingen lassen. Abends meldete sich dann der Magen und verlangte nach etwas Essbaren aus der nicht eigenen Bord- Kombüse. Also machten wir uns auf dem Weg eine Lokalität zu finden, welche auch ohne Vorbestellung zwei hungrige Mäuler satt machen konnte. Satt und mit leichten Hefeweizenrausch ging es dann zurück an Bord in die Koje. Heute stand dann der zweite Punkt unseres Planes auf dem Programm. Es sollte in den Stadthafen von Neustadt i.H. gehen. Die kurzweilige Strecke von nur 11 Seemeilen haben wir dann bei einer guten Brise mit 4 Windstärken nur unter Genua schnell abgeritten. Beim Einlaufen in den Stadthafen dann die erste Ernüchterung, es war voll um nicht zu sagen sehr voll! Die wenigen freien Boxen waren für uns zu klein und so drehten wir eine Ehrenrunde nach der nächsten in der Hoffnung, dass wir doch noch etwas finden würden. Gedanklich hatten wir uns schon von Neustadt verabschiedet und als Ausweichmöglichkeit bereits über Timmendorf nachgedacht, als unerwartet ein etwa gleich großes Boot den Stadthafen verließ und somit einen Liegeplatz für uns frei machte. Das passte ja wie A… auf Eimer und schwuppdiwupp waren wir auch schon durch die Pfähle gerutscht und fest. Vom Hafenmeister haben wir später erfahren das wir maximales Glück hatten, jedoch den Liegeplatz morgen bereits wieder verlassen müssten. Für morgen hatte sich nämlich der hier liegende Festlieger aus seinen Urlaub zurück gemeldet. Doof, weil wir hier eigentlich zwei oder drei Tage bleiben wollten 🙁 Der supernette Hafenmeister sah uns wohl die Enttäuschung an und setzte sich sofort ans Telefon um mit dem Liegeplatzinhaber zu telefonieren. “ Du August, kommst Du jetzt wie besprochen morgen aus dem Urlaub zurück oder bleibst Du noch länger weg? Ich habe hier zwei traurig blickende Skipper, die Deinen Liegeplatz gerne noch bis Sonntag oder Montag in Beschlag nehmen möchten! Nööö, ich bleib noch ne Woche weg kannst den Platz ruhig vergeben.“ antwortet August am anderen Ende der Strippe. Supi was für ein Service, wo gibt es das noch, dass sich ein Hafenmeister für einen Gastlieger so ins Zeug legt!

…bei den Bedingungen reicht die Genua aus um schnell voranzukommen

…. und schon ist Neustadt in Sicht

… Ulli hält nach einem für uns passenden freien Liegeplatz Ausschau

… wir hatten es schon fast auf gegeben

…und dann doch noch eine freie Box erwischt

…Stadthafen Neustadt i.H.

Ahoi von der Ratzfatz

02.09.2021

Grömitz

Nach einer kurzen Stippvisite zu Hause sind wir wieder auf Fehmarn und wollen noch einmal los. Wir versuchen Grömitz anzulaufen, in der Hoffnung einen freien Liegeplatz zu ergattern. Unser Versuch im Frühjahr 2021 in Grömitz und später in Neustadt iH. einen Gastliegeplatz zu bekommen, war ja mangels freier Plätze kläglich gescheitert. Also gehen wir es noch einmal an. Die Idee ist, heute Grömitz morgen Neustadt und dann schauen wir mal weiter.

…es geht weiter. Wir verlassen nach einen kurzen Stopp unseren Heimathafen mit Ziel Grömitz

…alles was veröffentlicht wird geht zuvor durch die strenge Zensur 🙁

…auch in Grömitz geht bereits um 21:00 die Sonne unter

Ahoi von der Ratzfatz

30.08.2021

Burgtiefe

Endlich geht’s weiter. Spät Nachmittags lösen wir die Leinen um die 27 Seemeilen nach Burgtiefe zu segeln. Der Wind hat sich mittlerweile auf gute 4-5 Bft aus Nordost eingepegelt und soll laut Windfinder auch die ersten Stunden noch so bleiben. Anfangs machen wir nur mit der Genua über 7 Knoten Fahrt über Grund. Nachdem die ersten 10 Seemeilen hinter uns liegen verliert der Wind früher als erwartet an Kraft und das Groß muss mit unterstützen. Allerdings ist auch das nicht von Dauer. Mittlerweile ist die Sonne bereits untergangen und mit Ihr hat sich auch der letzte Windhauch schlafen gelegt. Also motoren wir die letzten Meilen durch die Nacht bis wir gegen 22:00 unseren Liegeplatz in Burgtiefe erreicht haben und die Ratzfatz wieder am Rundsteg festmachen.

…Leinen los in Kühlungsborn

…tschö für 2021

… die ersten Meilen geht es nur unter Genua zügig voran

…und der Chefin gefällts!

…Licht und Wolkenspiele

… Sonne und Wind sagen Gute Nacht

…kurz vor dem Fahrwasser von Burgtiefe auf Tonnensuche

…Zappenduster

…angekommen

Ahoi von der Ratzfatz

28.08.21

Kühlungsborn

Das war wohl nix! Eigentlich war für heute 11:00 die Fahrt nach Fehmarn angedacht. Vorhergesagt war Wind mit 4bft aus Nordost und ein wenig Regen. Doch die Realität sah mal wieder ganz anders aus! Bis auf die Windrichtung passte nix. Es blies mit 26 Knoten, in der Spitze bis 30 Knoten Wind und regnete dazu noch Hunde und Katzen. Es wird fühlbar Herbst! Das hat auch unsere Dieselheizung schon zu spüren bekommen. Sie muss in den letzten Tagen immer mal wieder ran und für gemütliche Wärme im Schiff sorgen.

…Wolkenspiele

… in der Hafeneinfahrt entsteht aufgrund der Topographie eine fiese Grundsee

…it’s raining again

…und bläst ohne Unterlass

Ahoi von der Ratzfatz

26.08.21

Immer noch Kühlungsborn

The same procedure as in Kröslin!!! Mal wieder bläst es seit Tagen mit 6 bis 7 Windstärken und dazu noch aus Nordwest! Wenn wir jetzt los müssten, hieße es für uns bis nach Fehmarn gegenan aufkreuzen. Nö, nö das ist nix für zwei so alte Kaffeesegler wie wir es sind 😉 Also vertreiben wir uns die Zeit mit Spaziergängen am Strand, Lesen, Musik hören, und ab und an den Funk auf Kanal 16 abzuhören. Draußen auf See scheint ganz schön was los zu sein, Notrufe halten die Besatzungen der DGZRS mächtig auf Trab. Bei einem unserer Strandspaziergänge werden wir selbst Zeuge wie schnell es bei solch einer Wetterlage zu brenzligen Situationen kommen kann. Wir beobachten vom Strand aus eine kleinere Segelyacht, welche in den Hafen von Kühlungsborn einlaufen möchte. Augenscheinlich hat die Crew jedoch ein Problem. Trotz mehrerer Anläufe schaffen sie es nicht durch eigene Kraft in den sicheren Hafen. Draußen vor der Hafeneinfahrt (ca. 400 m vom Strand entfernt) steht eine heftige Welle von etwa 2 Meter und das Boot befindet sich auf Legerwall. Um die Position halbwegs zu halten und nicht zu stranden, hat die Crew in letzter Not den Anker gesetzt. Das kleine Boot stampft mächtig in den Wellen, kann aber die Position halten. Aus der Ferne naht bereits der Rettugskreuzer Arkona aus Warnemünde. Kurz vor dem Havaristen setzt dieser sein Tochterboot ab, welches die Segelyacht an den Haken nimmt und in den Hafen von Kühlungsborn schleppt. An dieser Stelle muss erwähnt werden, wie wichtig die DGZRS und der Einsatz der vielen Freiwilligen für uns Freizeitskipper ist, und das wir die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger mit unseren Spendengeldern unterstützen.

…eine kleine Segelyacht liegt manövrierunfähig in der aufgewühlten See auf Legerwall vor Anker

… und wird zum Spielball der Naturgewalt

… die Arkona kommt zu Hilfe

…und setzt ihr Tochterboot ab

…dieses nähert sich dem Havaristen und nimmt ihn in Schlepp

….Danke DGZRS!!!

Ahoi von der Ratzfatz

24.08.2021

Kühlungsborn

Heute ging es ins lediglich 10 Seemeilen entfernte Kühlungsborn. Hier werden wir wohl die nächsten zwei bis drei Tage bleiben. Die Wettervorhersage für die kommenden Tage verspricht Windstärken von bis zu 8Bft. Wenn es nicht zwingend sein muss, tun wir uns das nicht an und bleiben hier. Irgendwie scheint es mit dem Wetter in diesem Jahr wie verhext zu sein. Entweder es bläst tagelang und wir hängen fest, oder wir müssen den Jockel um Unterstützung bitten. Ansonsten scheint auch der sonst überlaufende Hafen von Kühlungsborn schon im Herbstmodus zu sein.

Wetterlage 25.08.2021 06 UTC :
Ein Tief 998 Bottnischer Meerbusen zieht unter 
Abschwächung über den Ostteil der Ostsee südwärts und 
erreicht Donnerstagabend Nordpolen. Ein zugehöriger 
Ausläufer liegt über der Nördlichen Ostsee und schwenkt 
dem Tief vorlaufend südwärts durch. Zeitgleich wandert ein 
Hoch 1033 nordwestlich der Hebriden unter Abschwächung 
langsam nordostwärts. Ein Keil, anfangs nach Benelux 
geneigt, baut sich ab und schwenkt nach Westen. 

Bis Donnerstag Abend ist in folgenden Vorhersagegebieten mit Starkwind zu rechnen: Deutsche Bucht Südwestliche Nordsee Fischer Dogger Forties Viking Utsira Skagerrak Kattegat Westliche Ostsee Südliche Ostsee Boddengewässer Ost Südöstliche Ostsee Nördliche Ostsee Rigaischer Meerbusen

…auch hier, leere Steganlagen

…und die Möwen erobern ihr Revier zurück

Ahoi von der Ratzfatz

23.08.2021

Hohe Düne (Warnemünde)

Wir bleiben noch einen Tag länger und nutzen die Zeit zum Lebensmittel bunkern. Dazu geht es von der hohen Düne mit der Fähre über die Warnow nach Warnemünde. Hier steppt wie immer der Bär, es ist voll! Massen von Menschen schieben sich durch die Flaniermeile am alten Strom und der City. Für uns ist das definitiv nichts, wir konzentrieren uns auf den Lebensmitteleinkauf und gönnen uns ein wenig abseits des Trubels noch einen leckeren Eisbecher bevor es wieder zurück geht.

…mit der Fähre geht es über die Warnow

…ins gegenüberliegende Warnemünde

Ahoi von der Ratzfatz

22.08.2021

Hohe Düne (Warnemünde)

Mit den ersten Sonnenstrahl brechen wir auf. Vor uns liegen ca. 50 Seemeilen und mit segelbaren Wind ist in den ersten 3-4 Stunden nicht zu rechnen. So zuckeln wir mit Dieselunterstützung und ausgebaumter Genua die ersten 25 Seemeilen bis Höhe Darßer Ort langsam voran. Ab Darßer Ort können wir Kurs auf SW anlegen und der Wind meldet sich mit 4 Bft zurück. Die zweite Hälfte der Tagesstrecke vergeht dann wie im Flug. Bei halben Wind knackt unsere Ratzfatz immer wieder die 8 Knoten Marke, sodass wir bereits um 15:00 im Jachthafen Hohe Düne einlaufen. Mehr als verwundert nehmen wir die vielen freien Liegeplätze zur Kenntnis . Gefühlt ist die Marina lediglich zu 50% belegt. Ist die Saison hier schon zu Ende oder …..? Die Stege wirken wie leergefegt und in der Marina ist so gut wie keine Bewegung. Wie auch immer, auf jeden Fall ist es dadurch schön ruhig und entspannt hier.

…mit dem ersten Sonnenstrahl

…verlassen wir Barhöft mit Ziel Warnemünde

…keine Welle bei halben Wind

…verwaiste Stege in der hohen Düne

…gut für uns!

Ahoi von der Ratzfatz