13.08.2021

Kröslin

Heute ist Freitag der Dreizehnte und der Volksglaube sollte Recht behalten! Ein Tag voller Pleiten, Pech und Pannen. Die morgendliche Fahrradtour endete vorzeitig mit einer defekten Kettenschaltung an Ullis Rad und einen Platten an meinem Fahrrad. Wieder in der Marina angekommen verabschiedete sich der Landstromanschluss am Steg und es feuerte den Leistungsschalter raus sobald wir die Ratzfatz an die Stromsäule andockten. Wir hatten augenscheinlich ein Problem mit dem Bordeigenem 230 V System. Als erstes wurde das Landstromkabel überprüft, ok, dann Stromkreis für Stromkreis im Schiff bis sich der Fehler auf das Automatikladegerät eingrenzen ließ. Der 50 Ampere Lader von Sterling war mal gerade ein Jahr alt und so wurde als erstes Händler und Hersteller um Rat gebeten. Ich solle das Gerät ausbauen und einschicken, parallel sollte uns ein neues Ladegerät nach Kröslin in die Marina geschickt werden. Allerdings mit dem bitteren Beigeschmack mit knapp 600 Euronen in Vorleistung zu gehen. Stelle sich später ein Garantiefall heraus bekäme ich das Geld zurück. Na gut, also bleiben wir in Kröslin bis der neue Automatiklader hier eintrifft. Wenn’s gut läuft ist er Montag hier. Dann war da noch die Lichtmaschine, welche uns Sorgen bereitete. Entgegen der Alarmmeldung konnte eine Messung an der Lichtmaschine die zu geringe Ladeleistung nicht bestätigen. Ohne Verbraucher zeigte das Multimeter am B+ der Lima satte 15 Volt an, was mehr als gut ist. Die gesamte Bordspannung regelte sich bei laufender Maschine auf 14,6 Volt ein, was auch vollkommen ok. sein sollte. Also gab es kein Problem mit der Lichtmaschine…!? Aber damit nicht genug, beim klar Schiff machen kam dann das Grauen, das Boot war übersäht mit Flugrostspuren! Wie konnte das sein? Wo haben wir uns das eingefangen? Wie bekommen wir das wieder weg? Es war einfach nur ein Tag den wir am liebsten aus dem Kalender gestrichen hätten.

…erst nachdem der Automatiklader vom Netz abgeklemmt war konnten wir wieder Landstrom einspeisen.

…das gesamte Deck ist übersäht mit Flugrostspuren

Wir nehmen an, das wir uns den Mist in Sassnitz eingefangen haben. Ca. 50 Meter von unserem Liegeplatz entfernt wurden ganztägig Schleifarbeiten an einem der Berufsschiffe durchgeführt. Sämtliche zuvor besuchten Marinas können wir jedenfalls ausschließen. Wir haben die zuständige Hafenbehörde in Sassnitz informiert aber leider keine Rückmeldung erhalten. Es ist davon auszugehen, dass neben uns noch andere Gastlieger gleiche Schäden an Ihren Booten nach Ihrem Besuch am 10.08.21 in Sassnitz feststellen mussten. Vielleicht liest ja ein Leidensgenosse unseren Beitrag und meldet sich bei uns.

Ahoi von der Ratzfatz

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